Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen

BRECHT Garten FÜHRUNG

[19.05.2019]   Literatursommer 2019

BRECHTgartenFÜHRUNG mit Margret Brademann anschließend Jazzkonzert mit dem Duo Mille Marzillier

Bertolt Brecht liebte Stimmungen der Natur und benutzte sie als Gleichnisse für menschliche Eigenschaften und Emotionen. Sie hören Lyrik und Notizen aus unterschiedlichen Landschaften in unterschiedlichen Orten und Ländern, die der aus Deutschland geflohene Brecht im Exil durchquerte. Der Bogen wird weit gespannt und der Kreis schließt sich im Buckower Garten am Schermützelsee, in dem der letzte große Gedichtzyklus entstand.

Die BUCKOWER ELEGIEN, in denen Sie Brechts Stimmung und Haltung des Jahres 1953 spüren, seine Weisheit, seine Ängste und seine Lebenskunst.

Anschließend spielt das Jazz-Duo Mille Marzillier modernen Jazz mit einer gewissen Schwäche für Pop. Mit gemeinsamer Liebe zum Klang begegnen sich Saxophon und Klavier in einem spannungsreichen Dialog.

Freier Eintritt anlässlich des Internationalen Museumstages!

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HELENE WEIGEL

[12.05.2019]   Dokumentarfilm im Brecht-Weigel-Haus

Literatursommer 2019

Zum 119. Geburtstag der großen Schauspielerin HELENE WEIGEL
TV-Dokumentarfilm, DDR 1973
Regie: Christa Mühl und Werner Hecht
Filmporträt der großen Schauspielerin

Anschließend Publikumsgespräch mit der Regisseurin Christa Mühl und der Sängerin Gina Pietsch.

Helene Weigel war die kongeniale Partnerin Bertolt Brechts. Als Idealbesetzung spielte sie die großen Frauenrollen in seinen Stücken. Seit 1929 war sie seine Ehefrau und die Mutter seiner Kinder Barbara und Stefan. Sie strukturierte in gelebter Künstlersymbiose inmitten eines Kreises von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein Leben, auch in der schwierigen Zeit des 15jährigen Exils. Danach leitete sie in Berlin sein Theater das BERLINER ENSEMBLE.

Nicht nur der Theateralltag mit den vielen Anforderungen der Spielzeiten, sondern auch die persönlichen Angelegenheiten ihrer Belegschaft wie Wohnungen, Essen und Trinken und die Kleidung für die Theaterleute und ihre Kinder wurden von ihr umsichtig und großherzig organisiert, was in der Nachkriegszeit sehr viel Kreativität erforderte. Nach Brechts Tod sorgte sie weise und umsichtig für die vollständige und unveränderte Edition seines Werkes in Ost und West.

Dem Film liegt ein Dialog zugrunde, den Werner Hecht am 16. November 1969 mittags in der Wohnung von Helene Weigel mit ihr führte. Hecht war seit 1959 Dramaturg am BERLINER ENSEMBLE.

Der Film ist eine frühe, gemeinsame Produktion mit seiner Frau, der Regisseurin Christa Mühl.

Gina Pietsch, eine der profiliertesten Brechtinterpretinnen, singt und rezitiert Texte und Songs aus den Rollen der Weigel.

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Exzessive Wortspielerei

[04.05.2019]   Brecht-Weigel-Haus

Poesie und Konzert mit Konstantin Kilger und Rico Haring

Konstantin Kilger las mit den wunderbaren und "alt bewährten" Klavier-Intermezzi aus seinen beiden neuen Lyrikbänden "K" und "Feuerbach" am 4. Mai um 18:00 Uhr im Brecht Weigel Haus in Buckow, die mit dem Maler & Grafiker Egon Bresien entstanden sind. Begleitet wurde die feinsinnige Lyrik von dem Woltersdorfer Pianisten Rico Haring. Anschließend erklang ein kleines, sich zwischen Blues und Jazz bewegendes Konzert mit eigenen Liedern.

Die beiden im Eigenverlag (Edition Blaupause) erschienenen Lyrikbände sind gemeinsam mit dem Maler & Grafiker Egon Bresien entstanden. Der praktizierende Kinderarzt Konstantin Kilger begann früh zu reimen und erschafft exzessive Wortspielereien und Wortverdrehungen. Neben seiner Kinderarzt-Praxis in Berlin-Friedrichshain zeigen seine bereits fünf erschienenen Lyrikbände, die große Leidenschaft für Verse, Laute und wortreiche Sinnstiftung. Seine poetischen Betrachtungen konnten im Brecht Weigel Haus in Buckow wahrgenommen werden.

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Lesung und Gespräch im Brecht-Weigel-Haus in Buckow

[13.04.2019]   NENN MICH NOVEMBER

Literatursommer 2019

Kathrin Gerlof
NENN MICH NOVEMBER
Aufbau Verlag 2018

Lesung und Gespräch über die Halbwertzeit der Liebe & den Eigensinn der Hoffnung.

Über die Halbwertzeit der Liebe und den Eigensinn der Hoffnung. Marthe und David befinden sich im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend. ...

Erschienen am 14. September 2018

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SELBSTVERSUCH

[23.03.2019]   Hommage an Christa Wolf zum 90.

Gezeigt wurde der Film "Selbstversuch", als Hommage an Christa Wolf. Anschließend fand ein Gespräch mit dem Dramaturg und Darsteller statt.

SELBSTVERSUCH - Hommage an Christa Wolf zum 90. Geburtstag
Film und Gespräch mit Henry Hübchen und Eberhard Görner


Selbstversuch ist ein im Auftrag des Fernsehens der DDR hergestellter Spielfilm der DEFA aus dem Jahr 1990 nach der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf aus dem Jahr 1972. Die Erzählung ist ein Auftakt der feministischen Kritik Christa Wolfs am Patriarchat.

Die Dramaturgie des Films lag in den Händen von Alfried Nehring, das Szenarium wurde gemeinsam von Eberhard Görner und Peter Vogel erarbeitet. In der phantastischen Erzählung lässt sich eine junge Wissenschaftlerin an einem gentechnischen Institut im Selbstversuch vermännlichen und wieder verweltlichen. ….

Großartig spielte die Brecht-Enkelin Johanna Schall die Versuchsperson, die muntere, schelmische Studentin, die erschrockene, beflissene Wissenschaftlerin und diesen jungen Mann, der als Person, als Ich zusehends erlischt. Clever und smart an ihrer Seite Henry Hübchen in der Rolle des Kollegen Bertram, mit dem sie sich trotz ihrer Abneigung gegen dominante Männer auf ein Verhältnis einlässt.

Ungeheuer viel Zündstoff bietet dieses Thema. Voller Spannung erwarteten die Ausführenden, die Fragen des Publikums zum Thema Geschlechtsumwandlung, Autonomie der Geschlechter, die Erlernbarkeit von Liebe und Liebesfähigkeit.

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Literatursommer im Brechtweigelhaus

[02.09.2018]   Werke des Pleinair - Künstlergruppe KÖzwölf.

Inspiriert werden die KÜnstler*innen in diesem Jahr ebenfalls von den Inhalten des letzten großen Gedichtzyklus Bertolt Brechts.
"GINGE DA EIN WIND..." beginnt das Motto der Buckower Elegien. Die Künstler*innen der KÖzwölf stellen es über diese Arbeitswoche.
Christine Pfundt, Grafik/Plastik
Dorothée Irene Müller, Malerei
Beate Seelig, Emaille/Schmuck
Heidemarie Wolf, Malerei/Grafik
Hanne Pluns, Malerei/Grafik
Karin Lischke, Papier- und Textilgestaltung
Jörg Hannemann, Fotografie
Kerstin Studt, Malerei.

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Literatursommer im Brecht-Weigel-Haus

[25.08.2018]   BUCKOWER ELEGIEN

Aufführung des theater89

Nach dem 17. Juni 1953 schrieb Brecht in Buckow 23 Gedichte, die als BUCKOWER ELEGIEN überliefert sind. Darin reflektierte er den Aufstand und seine eigene Lebenssituation, zu der seine politische Haltung, seine
Künstlerexistenz, das Altern und die Liebe gehörten. Es sind klarsichtige, tiefsinnige, melancholische Texte.

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Literatursommer im Brecht-Weigel-Haus

[18.08.2018]   Es schlug mein Herz…

Tino Eisbrenner und Heiner Frauendorf
„Es schlug mein Herz…“

Musikalisch-literarischer Abend wider die Ächtung der Poesie

Wie Goethe und Neruda, Storm und Baudelaire, Tucholsky und Schiller, Puschkin und Brecht oder Eisbrenner und Villon zueinander finden, prägt die Spannung dieses Abends aus Wort und Musik. Eine lyrische Reise durch die Zeit und Zeiten zwischen Aufbegehren und Poesie.

Eisbrenners kongeniales Ein-Mann-Orchester heißt Heiner Frauendorf (Bajan)

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Literatursommer im Brecht-Weigel-Haus

[14.08.2018]   Ausstellungseröffnung

Bertolt Brecht im künstlerischen Schaffen von Gustav Seitz

Am 11. September 2017 öffnete das Gustav-Seitz-Museum in Trebnitz, einem Ortsteil von Müncheberg, seine Pforten. In der Nähe des brechtweigelhauses gelegen, gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Künstlerhäusern. Der gemeinsame Einsatz während der Diskussion um die Barlachausstellung der Deutschen Akademie der Künste 1951/52 verband die beiden Künstler. Nach Brechts frühem Tod im Jahre 1956 begann Gustav Seitz anhand von Zeichnungen Porträts von Brecht zu gestalten und durch weitere Zeichnungen und Skulpturen Eigenarten und Wesenszüge des Dichters und Theatermannes herauszuarbeiten.

Die Ausstellung zeigt einen Ausschnitt daraus.
In Zusammenarbeit mit dem Gustav-Seitz-Museum Trebnitz.

Zur Eröffnung der Ausstellung hören Sie Brechtsongs, vorgetragen von der einzigartigen Brechtinterpretin Gina Pietsch.

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Literatursommer im Brecht-Weigel-Haus

[12.08.2018]   Publikumsgespräch

Das »Haus Bartleby« – benannt nach Herman Melvilles legendärem Bartleby the Scrivener – stellt Fragen: gezielt, unliebsam, ergebnisoffen. Wer wird hier befragt? Ein Wirtschaftssystem namens Kapitalismus, soziale Werte des globalen Umgangs, der Mensch: was er schafft, vernichtet – was er ist und sein kann.
Im Mai 2016 kam es zu einer zwölftägigen Vorverhandlung im Theater- und Künstlerhaus brut in Wien, dort wurde dem Kapitalismus der Prozess gemacht – fair, sachlich, juridisch: http://hausbartleby.org/tribunal/. Seitdem ist die Verhandlung ins Stocken geraten.

Im Sinne von Bertolt Brechts Programm eines »eingreifenden Denkens« nimmt das brechtweigelhaus die Verhandlung wieder auf – mit dem »Haus Bartleby« in dessen Videopräsentation des KAPITALISMUSTRIBUNALS, mit unseren als »alternativlos« geltenden gesellschaftlichen Umgangsformen: dem Kapitalismus, im Publikumsgespräch mit Ihnen.

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