Blicken Sie hinter die Kunst und Geschichte
Wechselnde Exponate & kuratierte Themenbereiche
Sonderausstellungen
Die aktuellen Sonderausstellungen werden im Forum gezeigt und sind im Museumseintritt enthalten. Führungen durch die jeweilige Sonderausstellung sind für Gruppen auf Anfrage möglich.
Helene Weigel, die Mutter des Ensembles. Werke der Künstlergruppe KÖzwölf
18.05 - 20.07.2025
Eine Ausstellung der Künstlergruppe KÖ12 zu ihrem 125. Geburtstag und zur Erinnerung an Helene Weigel, die erste Intendantin und Schauspielerin am Berliner Ensemble. Eine Annäherung an die Prinzipalin. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus dem Pleinair 2025 der Künstler*innen Dorothée Irene Müller, Heidi Wolf, Jörg Hannemann, Brigitte Denecke, Christine Pfundt, Sigrid Münter, Karin Lischke, Sabine Frost, Matthias Lück und Kerstin Studt.
HELLI - Helene Weigel in zeitgenössischer Kunst des 20. Jahrhunderts
02.08 - 07.09.2025
Kuratorenführung am Donnerstag, den 28.08. um 16 Uhr, am Freitag, den 08.08. um 16 Uhr und am Samstag, den 06.09. um 14 Uhr
Kuratorenführung am Donnerstag, den 28.08. um 16 Uhr, am Freitag, den 08.08. um 16 Uhr und am Samstag, den 06.09. um 14 Uhr
Ein besonders individueller Blick eröffnet sich durch die Augen von Zeitgenossen und Zeitgenossinnen. In den Portraits von Hans Tombrock, Arno Mohr, Elizabeth Shaw, Baldur Schönfelder, Karl Hermann Roehricht u.a., die in der Sonderausstellung zu sehen sind, wird die Weigel jenseits des fotografischen, viel bekannten öffentlichen Blicks, privat sichtbar.
Kriegsfibel - Wir blättern auf und fragen nach!
14.09.2025 - 16.01.2026
Vom Krieg erzählen und den Frieden gestalten
70 Jahre Kriegsfibel von Bertolt Brecht
1955 erschien Bertolt Brechts Kriegsfibel erstmals im Druck. Es ist ein ungewöhnliches Buch, das aus wenigen Worten, aber eindrücklichen Bildern besteht.
Brecht montierte Pressefotos des Zweiten Weltkriegs mit eigenen Vierzeilern, sogenannten Epigrammen. Auch heute hat die Kriegsfibel nichts an Aktualität verloren und wir schlagen die Ausstellung aus dem Jahr 2005 noch einmal anlässlich des Jubiläums dieses besonderen Werkes erneut auf. Mit der Buckower Friedensfibel denken wir weiter. In Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Kneipp-Grundschule „Bertolt Brecht“ Buckow.
70 Jahre Kriegsfibel von Bertolt Brecht
1955 erschien Bertolt Brechts Kriegsfibel erstmals im Druck. Es ist ein ungewöhnliches Buch, das aus wenigen Worten, aber eindrücklichen Bildern besteht.
Brecht montierte Pressefotos des Zweiten Weltkriegs mit eigenen Vierzeilern, sogenannten Epigrammen. Auch heute hat die Kriegsfibel nichts an Aktualität verloren und wir schlagen die Ausstellung aus dem Jahr 2005 noch einmal anlässlich des Jubiläums dieses besonderen Werkes erneut auf. Mit der Buckower Friedensfibel denken wir weiter. In Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Kneipp-Grundschule „Bertolt Brecht“ Buckow.
„Hauen Sie Bäume ab, junge Bäume?“
10.02 - 10.05.2026
Ausstellungseröffnung am 07.02. um 14:00 Uhr
Ausstellungsführung zur Eröffnung „Hauen Sie Bäume ab, junge Bäume?“ - Grafiken aus dem Zyklus "Baal" von Eva-Maria Viebeg
Ausstellungseröffnung am 07.02. um 14:00 Uhr
Ausstellungsführung zur Eröffnung „Hauen Sie Bäume ab, junge Bäume?“ - Grafiken aus dem Zyklus "Baal" von Eva-Maria Viebeg
BAAL ist ein Drama Bertolt Brecht, das in seinen frühen Jahren entstand. Die erste Fassung schrieb Brecht 1918, eine überarbeitete Version folgte 1919, und es gab weitere Anpassungen. In das Werk integrierte Brecht eine Reihe seiner frühen Lieder und Gedichte, die teils stark an die Werke des französischen Dichters François Villon angelehnt sind. Das Stück wurde am 8. Dezember 1923 im Leipziger Alten Theater unter der Regie von Alwin Kronacher uraufgeführt, kurz nach Brechts Erhalt des Kleist-Preises.
Die Inszenierung von Baal in Erfurt (am ehemaligen Schauspielhaus) unter der Leitung von Friedo Solter 1982 in der DDR, gilt als eine bedeutende Wiederentdeckung des Stücks. Es war die Uraufführung in der DDR.
Die Künstlerin Eva-Maria Viebig (*1948, Potsdam), die Ehefrau Solters, war bei den Proben in Thüringen dabei und hielt die Energie des Stückes und Eindrücke aus dieser Zeit in Zeichnungen fest. Das Brecht-Weigel-Haus erwarb für die Museumssammlung 7 der 10 Pinsel- und Federlithografien des Zyklus bereits 1983. In Vorbereitung auf die Ausstellung übergab Viebeg dem Museum die drei übrigen, die nun vereint in der Sonderausstellung präsentiert werden.
Die Inszenierung von Baal in Erfurt (am ehemaligen Schauspielhaus) unter der Leitung von Friedo Solter 1982 in der DDR, gilt als eine bedeutende Wiederentdeckung des Stücks. Es war die Uraufführung in der DDR.
Die Künstlerin Eva-Maria Viebig (*1948, Potsdam), die Ehefrau Solters, war bei den Proben in Thüringen dabei und hielt die Energie des Stückes und Eindrücke aus dieser Zeit in Zeichnungen fest. Das Brecht-Weigel-Haus erwarb für die Museumssammlung 7 der 10 Pinsel- und Federlithografien des Zyklus bereits 1983. In Vorbereitung auf die Ausstellung übergab Viebeg dem Museum die drei übrigen, die nun vereint in der Sonderausstellung präsentiert werden.
Dauerausstellungen
Das große Grundstück am Schermützelsee mit dem lyrischen Garten und den drei Museumshäusern lädt zum Verweilen ein. Die Tier- und Frauenplastiken des Bildhauers Georg Roch, die im Garten und am Haus zu sehen sind, geben den kulturhistorischen Eindruck des Grundstücks um 1910 bis in die 1920er Jahre wieder. Auf Kupfertafeln im Garten sind die „Buckower Elegien“ zu lesen.
Buckower Elegien und Brechts Residenzen
Die Gartenausstellung „Bertolt Brechts Residenzen“, führt in die Wohnorte und das schriftstellerische Lebenswerk Brechts ein. Das „Haus unter Bäumen am See“ ist ein Symbol für die Rückkehr in die Heimat und ein letzter privater Exilort des Künstlerehepaares nach 15 Jahren, in denen sie „öfter als die Schuhe die Ländern wechselnd“ auf der Flucht lebten. Brecht schrieb1953/54 in Buckow, ganz im Sinne seiner dialektischen Manier, seinen letzten Gedichtzyklus die „Buckower Elegien“, in dem er unter anderem sein Hadern mit der sozialistischen Staatsführung verhandelt. Die letzten Wochen vor seinem Tod 1956 verbrachte er in Buckow.
Eiserne Villa
In der „Eiserne Villa“ ist die 1952 eingerichtete Wohnhalle der Beiden zu sehen. Hier führten Brecht und Weigel Gespräche mit ihren Gästen. Nach Brechts Tod kam Weigel weiter zur Erholung nach Buckow und verbrachte viel Zeit in der Märkischen Schweiz. In Sonderführungen kann das ehemalige Schlafzimmer von Helene Weigel im 2. Obergeschoss der Villa besichtigt werden.
Theaterschuppen
Im „Theaterschuppen“ sind die Requisiten und der Bühnenwagen der Erstaufführung des Theaterstücks „Mutter Courage und ihre Kinder“ mit Helene Weigel in der Hauptrolle zu sehen. Die Marketenderin Anne Fierling zieht im 30-jährigen Krieg den Truppen hinterher. Im Laufe der Zeit sterben ihre drei Kinder in den Kriegswirren und sie zieht schlussendlich allein durch die Lande weiter. Der hölzerne Planwagen wird zum Mahnmal für all jene, die glauben, am Kriege wäre etwas zu verdienen. Das von Bertolt Brecht und Erich Engel inszenierte Stück kam mehr als 400 Mal im In- und Ausland zur Aufführung. Das Bühnenbild stammt von Heinrich Kilger, der es nach den Vorlagen Teo Ottos für das Bühnenbild der Uraufführung im Züricher Schauspielhaus 1941 schuf. Die deutsche Erstaufführung war ein grandioser Erfolg. Brecht kam es in diesem Stück nicht darauf an, die Courage am Ende des Stückes sehend zu machen, ihm kam es darauf an, dass der Zuschauer sieht. Sein Konzept des epischen Theaters wurde als Durchbruch für die internationale Theaterwelt begriffen und begründet das moderne Theater.